Zum Hauptinhalt springen
Wissen

Explosionsschutzdokument — Aufbau, Inhalte, Pflichten und Marktpreise

Das Explosionsschutzdokument ist die Pflicht-Anlage zur Gefährdungsbeurteilung nach BetrSichV §6 und Anhang 1 Nr. 1.8. Es führt zusammen, was sonst auf zehn verschiedene Ordner verteilt liegt: Anlagen, Stoffe, Zonen, Maßnahmen, Mitarbeiter, Prüfungen. Wer es selbst erstellt und wer einen Berater nimmt — hier der Praxis-Leitfaden.

Was es ist

Das Explosionsschutzdokument ist die Pflicht-Anlage zur Gefährdungsbeurteilung nach BetrSichV §6 und Anhang 1 Nr. 1.8. Es führt zusammen, was sonst auf 5 bis 10 verschiedene Ordner verteilt liegt: Anlagen-Inventar, Stoff-Liste, Zonen-Klassifizierung, Schutzmaßnahmen-Hierarchie, Mitarbeiter-Unterweisungen, Prüfprotokolle und Aktualisierungs-Vermerke.

Wer es braucht

Jeder Betrieb, in dem explosionsfähige Atmosphären auftreten können. Praktisch relevant sind besonders Bäckereien, Schreinereien, Mühlen, Brennereien, Galvanik-Betriebe, Lacker-Betriebe, Chemie-Mittelständler.

DGUV 213-106 als Strukturvorgabe

Die DGUV Information 213-106 „Explosionsgefährliche Stoffe“ gibt eine praktikable Struktur für das Explosionsschutzdokument vor — in 12 Kapiteln. Sie ist nicht verbindlich, hat sich in der Praxis aber als Standard etabliert.

Die 12 Pflicht-Kapitel

  1. Anlass und Geltungsbereich
  2. Tätigkeiten mit explosionsfähigen Atmosphären
  3. Stoffe und ihre sicherheitstechnischen Kenngrößen
  4. Anlagen, Apparate, Geräte
  5. Zoneneinteilung mit Zonenplan
  6. Zündquellen-Bewertung
  7. Schutzmaßnahmen technisch / organisatorisch
  8. Persönliche Schutzausrüstung
  9. Notfall- und Alarm-Plan
  10. Prüfungen vor Erstinbetriebnahme und wiederkehrend
  11. Mitarbeiter-Qualifikation und Unterweisung
  12. Aktualisierungs-Festlegungen

Selbst erstellen vs. Berater beauftragen

Selbst erstellen lohnt sich, wenn ein Mitarbeitender im Betrieb die Norm-Sicherheit hat (z. B. Sicherheitsbeauftragter oder externe Sifa-Stunden). Berater beauftragen lohnt sich für die erstmalige Erstellung in komplexen Betrieben oder wenn das Wissen fehlt.

Die Praxis-Empfehlung: Berater einmal für die Erst-Begehung und Klassifizierung, danach die Software zur Pflege zwischen den Begehungen.

Marktpreise

Was die einmalige Erstellung durch einen Berater kostet, hängt von der Betriebsgröße sowie von der Zahl der Anlagen, Lagerstätten und Standorte ab. Hinzu kommen Folgekosten, wenn das Dokument nach einer neuen Maschine aktualisiert wird.

Aktualisierungs-Pflichten

Aktualisierung bei jeder wesentlichen Änderung — siehe BetrSichV §6. Ein Word-Dokument vom Berater veraltet, wenn zwischenzeitliche Änderungen nicht systematisch eingepflegt werden.

Vorlage und Software-Alternative

Die DGUV stellt eine PDF-Vorlage zum Selbst-Ausfüllen bereit — als statisches Word-/PDF-Dokument ohne Verknüpfungen. Die Explosionsschutz-Software bildet die 12 Kapitel als Module ab, exportiert das fertige PDF auf einen Klick und pflegt die Doku zwischen den Begehungen automatisch. ROI-Vergleich: Berater vs. Software 5-Jahres-Rechner. Die Preise der Software stehen auf einer eigenen Seite.

So setzt die Explosionsschutz-Software die explosionsschutzdokument erstellen-Pflicht um

Statt jedes Mal das Word-Dokument neu zu öffnen, pflegen Sie Anlage → Zone → Mitarbeiter → Prüfung in einem konsistenten Datenmodell — und exportieren das Dokument auf einen Klick.

Kostenlos testen